Emissionshandel

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Wie funktioniert der CO2-Emissionshandel?

Das Prinzip des Handels stellt sich durch die Ausstellung von Zertifikaten an die Betreiber von Industrieanlagen und Kraftwerken dar, welche den Ausstoß einer kalkulierten Menge von CO2 genehmigen. Erhöht sich der Ausstoß, ist der Anlagenbetreiber verpflichtet, weitere Zertifikate dazu zu kaufen; verringert sich der Ausstoß – z. B. durch Investitionen in neue Umwelttechnik – kann er nicht benötigte Zertifikate gewinnbringend veräußern.

Damit soll sowohl ein Anreiz für die Investition in den Umweltschutz geschaffen und den Unternehmen eine weitestgehende ökonomische Flexibilität gewährt werden. Durch dieses marktwirtschaftliche Instrument der Klimapolitik soll somit der Erderwärmung Einhalt geboten werden, da die Industrialisierung gemäß Weltklimarat IPCC für eine drastische Erderwärmung gesorgt hat, welche weiterhin anhält. Aufgrund des so genannten Kyoto-Protokolls von 1997 hat sich die Weltgemeinschaft darauf geeinigt, im Zeitraum 2008 – 2012 die Emissionen um 5% gegenüber dem Jahr 1990 zu senken.

Für die EU gelten 8% und Deutschland hat sich auf eine Reduktion des CO2- Ausstoßes um 21% verpflichtet, wobei die rechtliche Basis in Deutschland das Treibhaus-Emissionshandelsgesetz (TEHG) ist sowie das aktuelle Zuteilungsgesetz (ZuG2012). Die erste Handelsperiode umfasste die Jahre 2005 bis 2007, die zweite Handelsperiode den Zeitraum 2008 bis 2012. Mit Beginn des Jahres 2013 startete die dritte Handelsperiode, welche weitere Anlagenbetreiber verpflichtet, Zertifikate vorzuweisen.

Derzeit nehmen ca. 13.000 europäische Anlagen am Emissionshandel teil. Hierfür unterhalten alle Anlagen, Finanzdienstleister, Händler oder sonstige am Emissionshandel teilnehmenden Unternehmen ein Konto bei dem Emissionshandelsregister der Europäischen Union (Unionsregister). Sollte ein Anlagenbetreiber zu wenig Zertifikate besitzen, wie ein entsprechendes Monitoring nachweist, so hat der Anlagenbetreiber seit 2008 eine Strafzahlung von EUR 100,00 pro überzähliger Tonne zu leisten und muss die fehlenden Zertifikate im Folgejahr abgeben.

Seit dem Jahr 2008 wird die zulässige Gesamtemissionsmenge in Deutschland von 451,86 Mio. Tonnen um jährlich 57 Mio. Tonnen CO2 reduziert, was die Anlagenbetreiber entweder zu Investitionen in neue Umwelttechnik motiviert oder diese Zertifikate hinzu erwerben müssen. Bis 2020 will die EU den CO2-Ausstoß somit um 21% verringern. Die Einnahmen dieser Maßnahmen fließen den Mitgliedsstaaten zu und können verwendet werden, um zusätzliche Klimaschutzprojekte zu finanzieren.

Bis zum Jahr 2030 soll die Einsparung an CO2 oder äquivalenten Treibhausgasen 40% betragen und im Jahr 2050 sollen 85-95% gegenüber 1990 in der Europäischen Union gemindert werden.

 

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