Emissionsrechte

Was sind Emissionsrechte?

Seit dem Jahr 2005 wurde in der Europäischen Union und somit auch in Deutschland ein Instrument für den weiteren Schutz des Klimas eingeführt, um die weitere Klimaerwärmung durch das Treibhausgas CO2 zu reduzieren. Das Prinzip des Handels stellt sich durch die Ausstellung von Zertifikaten an die Betreiber von Industrieanlagen und Kraftwerken dar, welche den Ausstoß einer kalkulierten Menge von CO2 genehmigen.

Erhöht sich der Ausstoß, ist der Anlagenbetreiber verpflichtet, weitere Zertifikate dazu zu kaufen; verringert sich der Ausstoß – z. B. durch Investitionen in neue Umwelttechnik – kann er nicht benötigte Zertifikate gewinnbringend veräußern. Damit soll sowohl ein Anreiz für die Investition in den Umweltschutz geschaffen und den Unternehmen eine weitestgehende ökonomische Flexibilität gewährt werden. Bis zum 30.04. eines jeden Jahres müssen Unternehmen ihre Zertifikate für das Vorjahr abgeben.

Um dieser Abgabepflicht nachzukommen, gibt die EU Emissionsrechte heraus, welche EUA (Europäische Erlaubnisrechte) heißen und das Recht verbriefen, eine Tonne CO2  zu emittieren. Diese Zertifikate werden den Anlagenbetreibern zum Teil kostenlos zugeteilt oder in nationalen Auktionsverfahren versteigert, wobei sich die erzielten Versteigerungserlöse eng nach den Kursen der Energiebörsen richten.

Es gibt weiterhin Zertifikate, die für Emissionsminderungs-projekte ausgegeben werden, welche in Entwicklungsländern durchgeführt werden, diese heißen CER (zertifizierte Emissionsreduktionseinheiten). Für jede durch solch ein Projekt (z. B. Windkraftwerk in Afrika) eingesparte Tonne CO2 erhält der Projektbetreiber ein solches Zertifikat.

Die Zertifikate werden an verschiedenen Börsen gehandelt, unter anderem an der Londoner ICE, der Leipziger EEX oder der Bratislavaer CEB. Hier bestimmt sich der Preis nach den Regeln von Angebot und Nachfrage.

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